{"id":4053,"date":"2024-10-27T15:11:00","date_gmt":"2024-10-27T14:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/musedu.at\/?p=4053"},"modified":"2024-12-19T15:46:01","modified_gmt":"2024-12-19T14:46:01","slug":"musik-schreiben-kreativitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/musedu.at\/de\/musik-schreiben-kreativitaet\/","title":{"rendered":"Schreiben mit Musik"},"content":{"rendered":"<p>Im Supermarkt dudelt \u201eLosing my religion\u201c von REM \u2013 und ich muss an meine Maturareise denken. Wie lange habe ich diesen Song nicht mehr geh\u00f6rt? Das war doch erst gestern, als wir dazu die N\u00e4chte durchgetanzt haben \u2026 Wer kennt dieses Gef\u00fchl nicht? Wenn wir Musik h\u00f6ren, werden Bilder in uns wach. Besonders die Jugend war f\u00fcr viele eine Zeit, in der wir uns (auch) stark \u00fcber Musik definiert haben. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Einige h\u00f6rten das, was im Radio oder in der Disco lief. Andere h\u00f6rten Punk oder Heavy Metal und kleideten sich im dazu passenden Stil. Musik verband uns mit unseren Freunden und linderte unseren Liebeskummer. Sie war ein Medium, mit dem wir uns von unseren Eltern abgrenzten oder gegen das Establishment protestierten. Musik ruft also starke Emotionen und Erinnerungen hervor &#8211; und kann damit ein wirksamer Schreibimpuls f\u00fcrs kreative Schreiben sein. Wir k\u00f6nnen sie auf vielf\u00e4ltige Weise nutzen, um unsere Kreativit\u00e4t und unseren Schreibfluss anzuregen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn du das n\u00e4chste Mal einen Text schreibst, k\u00f6nntest du dich fragen: Welche Musik m\u00f6chte ich dabei h\u00f6ren \u2013 und welche w\u00fcrde mich st\u00f6ren? Viele Schreibende f\u00fchlen sich durch Liedtexte in Sprachen, die sie verstehen, abgelenkt. Instrumentalmusik funktioniert oft besser. Dabei regen schnellere Rhythmen unsere Atmung und Herzaktivit\u00e4t an, langsamere Rhythmen beruhigen unseren K\u00f6rper. Auf Spotify findest du als Anregung Playlists mit meditativen Klangkulissen, z.B. \u201eMusik zum Schreiben\u201c oder \u201eMellow Jazz\u201c. Wenn wir unser Schreiben immer mit derselben Musik unterlegen, k\u00f6nnen wir uns sogar darauf konditionieren: jetzt ist meine Schreibzeit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Musik als Schreibimpuls<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Eine solche musikalische Schreibbegleitung ist nat\u00fcrlich noch kein richtiger \u201eSchreibimpuls\u201c. Du k\u00f6nntest also einen Schritt weiter gehen und gezielt Musik ausw\u00e4hlen, die zu deinem Schreibanlass passt. Filmmusik eignet sich gut daf\u00fcr. Warum nicht einmal die Szenen, die du schreibst, so untermalen, wie Hollywood es tut? Streiten sich deine Romanfiguren, brauchst du etwas Spannungsgeladenes. Verlieben sie sich gerade ineinander, passen vielleicht schmalzige Streicherkl\u00e4nge.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders, wenn du ein Memoir schreibst, kann es helfen, auf Musik aus deiner Kindheit und Jugend zur\u00fcckzugreifen. Damit zapfst du noch eine zus\u00e4tzliche Quelle f\u00fcr Anekdoten und Erlebnisse an. Um dich an einzelne Songs zu erinnern, k\u00f6nntest du zuerst ein Cluster machen: \u201eWenn ich an diese Lebensphase denke, verbinde ich damit folgende Musik\u2026\u201c. Schreibe diese Idee in die Mitte, ringele sie ein und notiere dir davon ausgehend alle Assoziationen, die kommen. Welcher Popstar zierte das <em>Bravo<\/em>-Poster \u00fcber deinem Bett? Welche Rockballade \u00fcbte deine Schwester st\u00e4ndig auf ihrer E-Gitarre?<\/p>\n\n\n\n<p>Wahrscheinlich bringt dich dieses Brainstorming auf ein paar Songs, die dich damals gepr\u00e4gt haben. W\u00e4hle einen aus, der dich anspricht, h\u00f6re ihn dir in Ruhe an (zum Beispiel auf Youtube) und schreibe dann einfach eine Viertelstunde lang drauflos. Wenn du in deine Erinnerungen eintauchst, denke auch an deine Sinne: Wonach hat es im Freibad gerochen? Wie hat das erste Bier geschmeckt?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Musik h\u00f6ren: Vor dem Schreiben oder w\u00e4hrend des Schreibens?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Du kannst beim Musikh\u00f6ren schreiben, oder dich mit dem Song zuerst in die richtige Stimmung bringen und dann in Stille schreiben. Achte aber beim Schreiben stets darauf, wie du dich f\u00fchlst. Beim autobiographischen Schreiben kann es uns passieren, dass wir tief in Erinnerungen oder Gef\u00fchle eintauchen. Sobald du merkst, dass das Schreiben dir in diesem Moment nicht gut tut, h\u00f6re erst einmal damit auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht wirst du verbl\u00fcfft sein \u00fcber die l\u00e4ngst vergessen geglaubten Songs, die bei diesen Schreib\u00fcbungen auftauchen \u2013 und welche Anekdoten du damit verbindest. Oft f\u00fchrt uns so ein Schreibimpuls mit lockerem &#8220;Drauflosschreiben&#8221; in eine unerwartete Richtung. Das macht kreatives Schreiben so spannend!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#e6e5e8\">In den <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/christinekaemmer.com\/events\/\" target=\"_blank\">Online-Schreibworkshops <\/a>der Wiener Schreibtrainerin <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/christinekaemmer.com\" target=\"_blank\">Christine K\u00e4mmer<\/a> kannst du praktisch erleben, wie Musik als Schreibimpuls wirkt! Musikalische Schreibtipps bekommst du regelm\u00e4\u00dfig auch in Christines <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/christinekaemmer.com\/blog\" target=\"_blank\">Blog<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Supermarkt dudelt \u201eLosing my religion\u201c von REM \u2013 und ich muss an meine Maturareise denken. Wie lange habe ich diesen Song nicht mehr geh\u00f6rt? Das war doch erst gestern, &#8230; <a title=\"Schreiben mit Musik\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/musedu.at\/de\/musik-schreiben-kreativitaet\/\" aria-label=\"Mehr zu Schreiben mit Musik\">Weiterlesen &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4047,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"generate_page_header":"","footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/musedu.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4053"}],"collection":[{"href":"https:\/\/musedu.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/musedu.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/musedu.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/musedu.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4053"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/musedu.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4053\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4819,"href":"https:\/\/musedu.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4053\/revisions\/4819"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/musedu.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4047"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/musedu.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4053"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/musedu.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4053"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/musedu.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4053"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}